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Weltmeisterschaften in Südostasien

Platz 2 und 1 an den Qualifikationswettkämpfen bedeuteten für mich: Ticket gebucht für Jakarta, Indonesien. Die Vorbereitung verlief jedoch nicht ganz reibungslos. Da beim Wettkampf Geräte der chinesischen Marke TaiShan eingesetzt wurden – in Europa kaum verbreitet –, mussten wir uns frühzeitig an das ungewohnte Material gewöhnen. Zum Glück stellte unser Verband einen Teil dieser Geräte in unserer Trainingshalle in Biel bereit, sodass wir uns gut anpassen konnten.

Mitte Oktober 2025 startete die 24‑stündige Reise nach Indonesien. Die Zeit nutzte ich hauptsächlich zum Lernen, denn seit September studiere ich Mechatronik und Systemtechnik mit dem Ziel, später in der Medizintechnik zu arbeiten.

In Jakarta erwarteten uns rund 27°C. Wie vermutet war es draussen warm, während die Hallen deutlich heruntergekühlt waren. Die farbige Ausstattung sorgte dennoch für eine angenehme Atmosphäre. Fünf Tage nach der Anreise fand das Podiumstraining statt. Der Jetlag war überwunden, das Training verlief solide, und ich fühlte mich bereit für den Wettkampf. Insgesamt blieb ich ruhig und positiv eingestellt, denn allein die Qualifikation war bereits ein Erfolg. Anfang des Jahres hatte ich noch gezweifelt, ob meine Schwierigkeitspunkte für die WM reichen würden oder ob ich das zweite Halbjahr nutzen sollte, um mein Programm auszubauen. Ich entschied mich, die World University Games, Ende Juli zu turnen und danach zu sehen, wie weit ich im Selektionsprozess komme. Am Ende stand ich tatsächlich auf der Startliste der 53. Kunstturn-Weltmeisterschaften.

Resultat: Top 30 im Mehrkampf

Ein paar Punkte fehlten zu einem optimalen Wettkampf. Am Sprung zeigte ich nicht die volle Schwierigkeit. Am Balken kosteten mich einige Wackler wertvolle Zehntel, und am Boden unterlief mir in der zweiten Linie ein Fehler.

Trotzdem bin ich zufrieden mit dem Resultat und schliesse damit mein bisher erfolgreichstes Jahr ab. Natürlich habe ich im Nachhinein darüber nachgedacht, wie es gewesen wäre, 2025 mein erstes EM- oder WM-Mehrkampffinale zu turnen. Nach meinen Berechnungen hätte es jedoch selbst mit einem perfekten Wettkampf nicht gereicht. Deshalb nehme ich das Positive mit – und Rang 30 kann sich sehen lassen. Bei meiner letzten WM belegte ich noch Rang 68.

Der Wettkampf in Jakarta war ein guter Abschluss eines intensiven Jahres. Ich nehme viele Erlebnisse mit und weiss nun klarer, woran ich noch weiterarbeiten möchte. Die Richtung stimmt, und darauf baue ich auf.

 
 
 

1 Kommentar

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Gast
11. März
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Stolz auf dich. Vielen Dank für die sehr schöne Zusammenfassung. Und die Zukunft-orientierung und Positive Einstellungen sind wertvolle Erfahrungen für die Zukunft. weiter so.

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